In der „Süsserei by Theresa Jahoda“ in Puch bei Hallein entstehen in präziser Handarbeit die verschiedensten Mehlspeisen und Torten. Mit viel Hingabe und feinsten Zutaten werden Köstlichkeiten gezaubert, die nicht nur ausgezeichnet schmecken, sondern auch das Auge erfreuen. Ein Besuch bei Theresa und ihrem Team.
„This is where the magic happens“ steht in der Backstube von Theresa Jahoda in großen pinken Neonbuchstaben. Und tatsächlich entstehen hier wahre Köstlichkeiten, die quasi etwas Magisches an sich haben. Es ist kurz nach 8 Uhr morgens, als wir die Backstube betreten dürfen. Es duftet nach Nüssen, Schokolade, verschiedenen Früchten und Kuchenteig. Theresa Jahoda und ihre Mitarbeiterinnen sind bereits eifrig dabei, die ersten Kuchen und Torten für den Tag fertigzustellen und die Bestellungen für die Kaffeehäuser vorzubereiten.
Man merkt sofort: Hier gibt es viel zu tun. Stress scheint jedoch bei den Mitarbeiterinnen nicht aufzukommen. Das Team ist gut eingespielt und jede weiß genau, was zu tun ist, ohne dass dabei viele Worte gewechselt werden müssen. Torten werden mit verschiedenen Obststücken verziert, mit Schokoladeglasur überzogen oder mit Nüssen bestreut. Cremes werden aufgestrichen, Schlag wird geschickt aufgetragen. Die fertiggestellten Torten werden zugeschnitten. Ein Teil davon kommt in die Kisten für die Lieferungen (beispielsweise für den benachbarten Kirchenwirt), während ein anderer Teil in das Geschäft nach vorne gebracht und damit die Vitrine befüllt wird. Im Laden stehen ein paar Tische, wo die Gäste die verschiedensten Torten und gleichzeitig eine Tasse Kaffee oder Tee genießen können.
Mit einem Lächeln präsentiert uns Theresa ihre heutigen Köstlichkeiten. Dazu gehören österreichische Klassiker wie der Altwiener Apfelstrudel oder die Sachertorte. Aber auch saisonale Mehlspeisen wie ein Mango-Maracuja-Schokomousse oder die Nuss-Nougat-Preiselbeertorte sind dabei. „Jede Saison hat ihre Höhepunkte“, erzählt Theresa. „Wir produzieren im Frühjahr etwa verschiedene Erdbeer-Mehlspeisen oder im Herbst Torten mit regionalen Zwetschgen und Marillen“. Ein weiteres Highlight in der Süsserei ist die Weihnachtszeit, in der Theresa und ihr Team etwa eine halbe Tonne Weihnachtskekse und über 20 Sorten backen.
Wenn die Leidenschaft zum Beruf wird
Die Mutter von zwei Töchtern ist seit 2017 als Konditorin selbständig. Vor ihrer Karriere als Konditormeisterin studierte sie Theaterschauspiel bei Elfriede Ott in Wien, musste jedoch feststellen, dass die Schauspielerei nicht ihre Zukunft war. „Ich habe immer schon mit viel Begeisterung gebacken. Als meine Torten immer besser und beliebter wurden, entschied ich mich, meine Leidenschaft zu meinem Beruf zu machen“ freut sie sich über ihren eingeschlagenen Weg. Bald nach ihrer Meisterprüfung als Konditormeisterin eröffnete sie ihre erste eigene Backstube in Niederalm.
Seit März 2022 betreibt sie nun die „Süsserei“ in Puch. Sie erzählt, wie herzlich sie hier von den Menschen aufgenommen wurde und dass sie die Kombination aus Stadtnähe und ländlichem Ambiente sehr schätzt. Mittlerweile gehören sieben Mitarbeiterinnen zu ihrem Team. Auch eine Frau aus der Ukraine ist dabei, die aufgrund des Krieges und gesundheitlicher Probleme ihrer Tochter nach Salzburg kam. Und auch Theresas Mutter hilft im Betrieb mit: Sie liefert die feinen Süßwaren der Süsserei aus.

„Jedes Stück Kuchen ist für mich ein Stück Freude“, schildert Theresa mit Begeisterung. „Mehlspeisen sorgen für besondere Genussmomente und stehen für Geselligkeit“. Zu den Highlights der Süsserei von Theresa gehören auch die verschiedensten Motivtorten, die je nach Kundenwunsch gestaltet werden. Sie führt uns eine liebevoll mit Traktor und Kühen dekorierte Torte vor, die für den 50. Geburtstag eines Bauern aus der Region angefertigt wurde. Auch Hochzeitstorten gehören zum festen Bestandteil ihres Angebots.
Backkurse und Zukunftspläne
Wenn es die Zeit erlaubt, gibt Theresa in den Räumlichkeiten der Backstube verschiedene Backkurse für Hobbybäckerinnen und -bäcker, als Teambuilding-Events oder mit einem Fokus auf einfache Tortendekoration. Kleines Detail am Rande: Bereits Theresas Nachname Jahoda ist passend – er bedeutet Erdbeere auf Tschechisch.
Für die Zukunft ihrer Süsserei hat Theresa bereits verschiedene Ideen. Sie plant, das Sortiment mit Pralinen und Bruchschokolade zu erweitern und diese eventuell auch zum Versand anzubieten. Und so können wir gespannt sein, mit welchen süßen Köstlichkeiten uns Theresa und ihr Team in der Süsserei in Puch in Zukunft verwöhnen werden.
Süsserei Theresa Jahoda
Halleiner Landesstrasse 110
5414 Puch bei Hallein
www.theresajahoda.at
Zur Süsserei gehört auch ein kleines Café (Dienstag bis Freitag von 09:00 bis 15:00 und Samstag von 09:00 bis 12 Uhr geöffnet).