Misssi Eis aus Saalfelden verspricht vollen Genuss, und das mit ganz gutem Gewissen. Denn die Milch fürs Eis ist biologisch und kommt von horntragenden Kühen. Die Produktion erfolgt gänzlich im nachhaltig gebauten Standort in Saalfelden im SalzburgerLand.
Kennt ihr das…? Eigentlich wollte man sich nicht verlieben und war gar nicht auf der Suche. Doch dann hat man plötzlich Herzerl in den Augen, grinst versonnen und schwärmt vom…. Gurkeneis! So ging es mir beim Besuch der Bio-Eiserzeuger MISSSI in Saalfelden-Leogang. Ich bin kein ausgesprochener Eis-Fan und doch bin ich nach dem ersten Löffel bereits dem ungewöhnlichen aber unglaublich erfrischenden Gurkeneis mit Joghurt verfallen. Liegt es vielleicht daran, dass die Milch für das Eis ausschließlich von den glücklichen, horntragenden Kühen hinter dem markanten Kühbühel in Saalfelden stammt? Oder daran, dass hier bestimmt keine E´s und Geschmacksverstärker ins Eis finden? Daran, dass alles selbstgemacht und die Rezepte vom ganzen Team akribisch ausgetüftelt wurden? Oder daran, dass die meisten Zutaten saisonal passend aus der Region stammen? Ich wische mir die letzten Eisreste aus dem Mundwinkel und frage nach, bei MISSSI-Inhaberin Ingrid Kriegl und Rosemarie Hörl, die für die Betreuung der Gastronomie-Kunden zuständig ist.

Eiskunst ohne künstliche Zusätze
Wie kommt man als erfolgreiche Geschäftsführerin in zwei IT-Firmen auf die Idee, ins Eisgeschäft einzusteigen, möchte ich von Ingrid Kriegl wissen. Die gebürtige Salzburgerin lacht und erklärt: „Ich war immer schon an natürlicher Ernährung interessiert und das klassische Eis hatte für meinen Geschmack einfach zu viele künstliche Zusätze. So wurde die biologische Eisherstellung zu meinem Hobby. Ich besuchte Kurse und werkelte anfangs in der eigenen Küche. Vor zwei Jahren haben wir in Saalfelden die Misssi Eis-Manufaktur gebaut, mit herrlichem Blick auf das Steinerne Meer. Mein Motto ist: 100 % Bio-Milch, 100 % ohne Zusätze und nach Möglichkeit regional und saisonal.“ Dort, wo regionale Zutaten nicht möglich sind, wie etwa bei Vanille-Eis, geht Misssi ebenfalls einen nachhaltigen Weg, wie Genussbotschafterin und CEO Rosemarie Hörl weiß: „Wir gehen weg von der Monokultur und unterstützen Kleinbauern. Mit Vanille-World, einem Pinzgauer Start-Up, haben wir einen Vanille-Partner gefunden, der durch und durch unsere Werte unterstützt. So bekommen wir nachhaltig angebaute und fair bezahlte Vanille von Kleinbauern in West-Uganda.“

Horn muss sein
Die Hauptzutat für das cremig-kalte Sommervergnügen ist bekanntlich Milch. Und die kommt bei Misssi direkt von den Kühen vor der Haustüre in Saalfelden. Die Biomilch wird täglich von Karin und Ernst Mosshammer vom Gruberhof in Saalfelden angeliefert – frisch von den rund um den Kühbühel grasenden Kühen. „Diese Kühe haben allesamt Hörner!“, betont die Firmenchefin. Warum das solch einen großen Unterschied macht, erklärt sie so: „Kühe mit Hörnern sind ein Zeichen artgerechter Tierhaltung. Zudem beeinflussen die Hörner die Qualität der Milch. Die Gruberhof-Kühe haben ganzjährig Auslauf ins Freie, auf Gras- oder Klee-Silage und Kraftfutter wird komplett verzichtet. Das verleiht dem Eis eine noch höhere Qualität und Bekömmlichkeit. Das Joghurt machen wir selbst, Frischkäse, Topfen, Butter und Sahne kommen in Bio-Qualität von der SalzburgMilch.“

Anrecht auf guten Geschmack
Weil ein weiterer Grundsatz der Firmengründerin lautet: „Jeder Mensch hat das Recht auf guten Geschmack – egal, wie er sich ernährt!“, gibt es bei Misssi auch einige vegane und glutenfreie Eissorten. Wie die rund 50 Sorten im Eis-Repertoire von Klassikern bis zu kreativen Exoten wie Uhudler, Gurke, Chai-Cappuccino oder Bier-Eis entstanden sind, erklärt Rosemarie Hörl mit einem lachenden Seitenblick auf ihre Chefin: „Ingrid hat derzeit einen Kreativitäts-Stopp von uns Mitarbeitern auferlegt bekommen. Denn aus ihr sprudeln neue Ideen für weitere Eissorten geradezu wie bei einem Wasserfall.“ Hat man sich aber für eine neue Eissorte entschieden, rührt Ingrid selbst in der heimischen Küche den Löffel. Das erste Ergebnis wird im Team verkostet und bewertet. „Das Entwickeln macht einfach großen Spaß! Es wird gemeinsam veredelt, improvisiert und verbessert, bis wir alle zufrieden sind. Wir fertigen am Standort Saalfelden alles selbst an – Eis, Kuchen für die Eisdesserts und süße Soßen. Und das ganz ohne E´s und Stabilisatoren, denn hochwertige Ausgangsprodukte brauchen keine Zusätze! Wir sind stolz, für fast alle Zutaten regionale Partner zu haben. Unsere Lieferanten liegen uns am Herzen und wir pflegen den Kontakt persönlich.“

Vor dem nachhaltig erbauten Firmengebäude in Saalfelden-Pfaffing tummeln sich mittlerweile zahlreiche Eisliebhaber. Die einen, die schnell auf dem Heimweg von der Arbeit Eisdesserts im Becher mitnehmen, die Radler, die sich bunte Eiskugeln in der Waffel schmecken lassen oder die ganz großen Eisliebhaber, die gleich Familienpackungen ihres Lieblingseises in die Kühltasche packen. Auch zahlreiche Hotels im SalzburgerLand haben Misssi Eis längst als Dessert-Variante entdeckt. Ingrid Kriegl verrät: „Unsere Eis-Desserts als Schnitten oder im Becher sind auch für spontane Naschkatzen ein idealer Nachtisch. So haben die Gastgeber auch jederzeit glutenfreie und vegane Optionen für ihre Gäste anzubieten. Die Kombination aus cremigem Premium-Eis mit den selbst gebackenen Kuchen und Toppings sind unsere absoluten Renner für die Gastronomie.“ Auch wenn sich die Eis-Desserts wie Mozart-Torte, Punschkrapferl oder Marillen-Topfenknödel zugegebenermaßen verlockend anhören, bleibe ich dem Gurkeneis treu, hole mir noch eine Kugel in der Waffel und verlasse Misssi Eis für heute im siebten Eis-Himmel.
Instagram & Facebook: misssi.alpeneis
Die Eisboutique in 5760 Saalfelden, Pfaffing 42 ist von Montag bis Donnerstag von 13:00-18:00 Uhr, Freitag bis Sonntag und Feiertage von 10:30 bis 18:00 Uhr geöffnet. Rund um die Uhr steht der Eisautomat mit Portionsbechern, Eisdesserts und Familienpackungen zur Verfügung.