Heuer finden die Kunst und Kulinarik Festspiele in Golling im Zeichen neuer Horizonte statt. Von Freitag, 3. Juli, bis Donnerstag, 28. August, wird im Burghof wieder erzählt, gesungen und musiziert. In Dölleres Genusswelten werden anschließend köstliche Speisen und edle Weine serviert.
Kunst verändert sich und entwickelt sich weiter
Der Sommer 2025 steht ganz im Zeichen neuer Akzente. Denn nach dem wunderbaren 25-Jahre-Jubiläum im vergangenen Jahr wollen sich der Präsident des Vereines „Festspiele Golling“ Hermann Döllerer und sein Team nicht auf den bisherigen Lorbeeren ausruhen. Ganz im Gegenteil. „Kunst soll sich neu erfinden, sich weiterentwickeln und verändern“, sagt Döllerer. Darum kann sich das Publikum im Festspielsommer 2025 auf Persönlichkeiten und Ensembles freuen, die sich ebenso stetig weiterentwickelt und über die Jahre ihre ganz eigene Stilistik entwickelt haben und damit weltweit Erfolge feiern. Das hält die Kunst und die Darbietungen lebendig.
Das Festspielpublikum erwarten sowohl bekannte und beliebte Gesichter mit neuen Programmen wie Max Simonischek. Er kommt mit „Die Dame mit dem Hündchen“ von Anton Tschechowa. Musikalisch umrahmt wird dieser Abend von der Sängerin und Pianistin Simone Kopmajer und dem Schlagzeuger Reinhard Winkler. Fritz Karl kommt erstmals mit seinem Sohn Aaron, Erika Pluhar, Erwin Steinhauer und Philipp Hochmair sind heuer ebenfalls dabei. Hochmair wird die Burg Golling mit seinem wunderbaren „Hagelstolz“ von Adalbert Stifter wieder füllen. Kabarettist Fritz Egger bringt erstmals seine Tochter Johanna mit. Auch Heinz Marecek ist wieder dabei.

Wiener Philharmonia Schrammeln und Italian Swing
Bekannt und nicht mehr aus den Gollinger Festspielen wegzudenken, sind Künstler wie Philipp Preimesberger und das Varietas-Ensemble, das Vienna Tango Sextet mit Tenor Julian Henao oder das Italian Swing Quartett sowie die Wiener Philharmonia Schrammeln mit Tenor Herbert Lippert. Sie sorgen auch im Festspielssommer 2025 mit ihren neuen Musik-Programmen für klangvoll-stimmige Abende.
„Ganz persönlich freue ich mich auf das Janosch-Ensemble. Sie haben den außergewöhnlichen ‚Janosch Style‘ entwickelt. Wegen ihres weltweiten Erfolges schien es finanziell nicht mehr möglich, sie nach Golling zu lotsen. Sie haben aber das Soupér beim Döllerer nicht vergessen und kamen mir deshalb sehr entgegen“, freut sich Hermann Döllerer.

Stubenblues und Königin des Wienerliedes
Stubenblues 2.0 wurde 2003 von Willi Resetarits gegründet. Nach Golling kommen sie mit alten und neuen Gesichtern und spielen mit viel Respekt von dem, was war und ohne Angst vor dem, das kommt. Die Königin des Wienerliedes Agnes Palmisano & ihr Schrammeltrio haben in jeder Lebenslage das passende Lied und zu jeder Emotion den entsprechenden Dudler im Herzen. In ihrem Programm „die besten Jahre“ hält Palmisano Rückschau auf das bisherige Leben und blickt in die Zukunft. Als Hommage an ihren Vater Arik Brauer singt und liest Timna Brauer seine bekanntesten Lieder aus den Siebzigern und liest aus seinen Memoiren. Neue Akzente setzt Florian Scheuba, der mit dem Ensemble Salzburg-Wien unter der Leitung von Martin Kubik den Wahnwitzigkeiten der Gegenwart mit Witz und Esprit begegnet, oder Birgit Minichmayr, die zusammen mit Countertenor Alois Mühlbacher die Geschichte einer leselustigen Queen vorträgt.

Vor den Vorstellungen werden die Gäste traditionell mit Traubensäften, erlesenen Weinen und Bieren von österreichischen Winzern und Brauern verwöhnt. Besondere Gaumenfreuden werden in Döllereres Genusswelten serviert.
Auf Künstlerspuren durch Golling wandern
Während der Feierlichkeiten „25 Jahre Festspiele auf der Burg Golling“ freute sich das Festspielpublikum über unzählige erheiternde, bewegende, schöne, faszinierende und köstliche Festspielmomente. „Viele davon verdanken wir einigen ganz besonderen Künstlerinnen und Künstlern, welche durch ihre zahlreichen Auftritte nicht nur einen bleibenden Eindruck bei den Festspielgästen und in der Geschichte der Festspiele, sondern damit auch einen unvergesslichen Fußabdruck in der Geschichte Gollings hinterlassen haben“, sagt Festspielpräsident Hermann Döllerer. Zu ihren Ehren und zu Ehren einiger anderer großer Künstler, die im 18. und im 19. Jahrhundert in Golling Station machten, wird ein Themenweg mit dem Namen „Künstlerspuren“ in Golling angelegt. Er lädt zu einem Kunstspaziergang – vom Egelsee über den Naturpark bis zu Döllerers Essbarem Garten ein. „Mit den ersten vier Stationen, an denen der Weg vorbeiführt, starteten wir 2024. Einige weitere werden heuer folgen“, freut sich Döllerer. Dazu zählen die erste Klanghütte und drei Denkmäler für Heinz Marecek zum 80. Geburtstag, Michael Heltau und Herbert Lippert. Für das Denkmal malt Lippert sein eigenes Bild. „Er ist einer der wenigen die es als Sänger und als Maler zur internationalen Klasse gebracht hat. Ich freue mich, dass wir ein eigenes Denkmal für ihn haben“, sagt Döllerer.
Festspiele der Sinne
Die renommierte Veranstaltungsreihe, die Spitzengastronom Hermann Döllerer mit der Gründung der Festspiele Golling als „Festspiele der Sinne“ ins Leben gerufen hatte, ist auf rund 20 Veranstaltungen pro Sommer herangewachsen. „Ich erinnere mich daran, dass mir Martin Kubik den Vorschlag machte: ‚Lade Deine Stammgäste ein, wir spielen für sie auf der Burg und anschließend lädst du uns zum Essen ein.‘ 1999 schlug mir dann Susi Pecha vor für das Jahr 2000 eine kleine Konzertserie von Philharmoniker Konzerten rund um die Familien Pecha-Hellsberg–Hink zu planen“, erinnert sich Döllerer. Er und sein Team sind in den 25 Jahren in Bewegung geblieben und haben sich an aktuelle Anforderungen, Wünschen und Begebenheiten angepasst. Sei es, dass die Festspielgäste ihr Soupèr in Döllerers Genusswelten nicht nur nach, sondern nun auch vor der Veranstaltung genießen können, oder man durch die Sonnensegel im Burghof wetterunabhängig geworden ist. Damit steht einem Genuss von Gaumen und Ohren auch strömender Regen nicht im Wege. Empfohlen wird eine warme Decke mitzubringen, falls der Abend einmal kühl ausfällt.
Buchungen sind auf der Homepage der Festspiele Golling, per E-Mail kartenbuero@doellerer.at oder von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 13 Uhr, telefonisch unter +43 6244 4220 159 möglich. Ab 31. März ist das Kartenbüro bis Festspielende geöffnet.